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Haben Kanadier eine Seele? |
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Geschrieben von: Sebastian
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Donnerstag, 16. April 2009 um 19:29 Uhr |
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Hier geht es nicht um Bewohner Nordamerikas, sondern die eleganten Indianerschiffchen mit denen man sich lautlos durch die Natur bewegen kann ohne auch nur Fußspuren zu hinterlassen. Ich kenne kein anderes Wasserfahrzeug, dass so lautlos und wendig ist, mit dem man so mühelos über das Wasser gleiten kann und das doch völlig ohne bewegliche Teile auskommt. Zugegeben auch beim Paddeln ist aller Anfang schwer. Nimmt man sich jedoch ein wenig zurück und beobachtet was das Boot macht, wie es selbst auf kleinste Gewichtsverlagerungen und Veränderungen der Paddelstellung reagiert, dann wird man schnell eins mit seinem Boot. Ich habe das Gefühl, auf dem Wasser entwickelt mein Kanu ein Eigenleben, dass mir jedoch nie in die Quere kommt. Es verhält sich vielmehr wie ein junges Pferd das mir zuflüstert: „Komm - sitz' auf und spiel mit mir!“. Gerade wenn man im Tandem mit dem Paddeln anfängt ist dieses Eigenleben jedoch oft überschattet. Man ist zu sehr mit sich und seinem Partner beschäftigt um die Reaktionen des Bootes zu spüren. Man gibt ihm nicht die Zeit, die es braucht um unseren Bewegungen zu folgen. Wenn man sich nicht erklären kann warum das Boot nicht so will wie man selbst, gibt man meist dem Paddelpartner die Schuld. Im Solokanadier fällt vieles davon weg. Hier gibt es keinen, den ich verantwortlich machen kann, außer mich selbst. Das Kanu ist leichter und dadurch sensibler, und ich bekomme Gelegenheit seine Eigenschaften und die Regeln nach denen es „lebt“ besser kennen zu lernen. Diese Erfahrung kann ich dann wieder ins Tandem mitnehmen. Ich kann das Boot besser einschätzen, besser fühlen und bekomme so auch ein besseres Gefühl für meinen Partner. Paddeln lernen bedeutet ruhig zu werden, offen zu sein, und zu entdecken. Jeder Schritt zur Einheit mit Paddel und Boot wird ein Moment des Glücks – und das schönste ist: Mann kann sicher sein – dieses Lernen hört niemals auf! Haben Kanadier eine Seele? Nun ja...wenn ich in meinem Boot sitze, und wir in den letzten Sonnenstunden ein paar Kringel auf's Wasser malen, dann vergesse ich dass ich es vielleicht besser weiß... Happy Paddling! |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 22. April 2009 um 19:09 Uhr |
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Architektur eines Freestyle-Manövers |
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Geschrieben von: Sebastian
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Sonntag, 19. April 2009 um 12:31 Uhr |
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Die meisten Freestylemanöver sind Kurven und werden auf Flachwasser ohne Wellen und bei Windstille gefahren. Ziel ist es die Manöver mit möglichst hoher Effizienz zu fahren (möglichst aller Krafteinsatz geht in die Bootsbewegung). Dem zu Folge sollten die Bewegungen des Paddlers deutlich und sauber ausgeführt werden – überflüssige Bewegungen werden vermieden. Außerdem gilt der Grundsatz, das Boot die Arbeit machen zu lassen, wo immer es möglich ist. |
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 23. April 2009 um 20:30 Uhr |
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Geschrieben von: Sebastian
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Donnerstag, 16. April 2009 um 12:34 Uhr |
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Frestyle oder American Freestyle hat sich aus dem Canadian Style heraus entwickelt. Der Canadian Style kommt von Kanadischen Fishing-Guides, die ihre Gäste in den Abendstunden mit kunstvollen Paddelvorführungen in ihren Kanadiern unterhielten. |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 29. April 2009 um 07:38 Uhr |
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